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TESTI - TEXTE

Libro Lois Irsara

Lois Irsara,
nato e cresciuto, come è noto, in una famiglia di contadini a S. Leonardo in Badia, in un paesaggio incantevole, fra prati e boschi, ai piedi di maestose cattedrali di roccia; in un ambiente nel quale si può scrutare fino in fondo la natura, come nelle limpide acque del laghetto di montagna “Lech dla Le”, ed ammirarla nel suo contenuto spirituale e soprannaturale; in una natura che richiede dall’uomo sacrificio e forza di volontà, nella quale però non vi è traccia di falsità nè d’inganno.
Lois Irsara è consapevole dell’infinita varietà e grandezza delle forme nella natura e non sente il bisogno di rincorrere forme nuove, possibili o impossibili.
Lois Irsara sa pure che la natura che lo circonda è una grande e profonda poesia. Questa poesia egli vuole ogni giorno rivivere per trasmetterla nelle sue opere.
Questa è la sua arte, e la diffusione delle sue opere in tanti paesi, dimostra che essa è compresa ed amata.
Tuo amico
Morlang Angel

 

Buch Lois Irsara

Lois Irsara,
geboren und aufgewachsen, wie bekannt, in einer Bergbauernfamilie in Abtei-Gadertal, in einer bezaubernden Landschaft zwischen Bergwiesen, Wald, Felsdomen und Himmel; in einer Umgebung, in der man, wie im klaren Bergsee “Lech dla Lè”, bis auf den Grund die Natur und ihren geistig-übernatürlichen Inhalt bewundern und durchschauen kann; in einer Natur, die vom Menschen Opfer und starken Willen abverlangt, in der aber keine Falschheit ist.
Lois Irsara weiß von der unendlichen Vielfalt und Größe der Formen in der Natur und hat es nicht nötig, nach möglichen oder unmöglichen, neuen Formen zu haschen.
Lois Irsara weiß auch, dass die Natur, die ihn umgibt, ein tiefes, großes Gedicht ist. Dieses Gedicht will er jeden Tag neu erleben und in seinen Werken weitergeben.
Das ist seine Kunst und die Verbreitung seiner Werke in allen Herren Länder bezeugt, dass sie verstanden und beliebt ist.
Dein Freund
Morlang Angel

 

Ausstellung St.Lorenzen August 2005, Rede von dr.Karl Gruber

Sehr veehrte Damen und Herren,
nach sieben Jahren haben wir wieder die große Freude eine Ausstellung vom Meister Lois Irsara eröffnen zu dürfen. Er ist Jahrgang 1923 und wie die Daten auf den Bildern zeigen hat er im heurigen Jahr bereits eine ganze Reihe von Schöpfungen gemacht, die uns wiederum große Freude bereiten.
Wie kann man sich dem Lois nähern? Voriges Jahr war auf der Fanes die Eröffnung oder Segnung der Kapelle geweiht dem Hl. Frenademetz und dort ist in der Runde der Kirche gemalt Regina dles Dolomites. Aber nicht eine mit Krone gezierte Frau, sondern ein Hirtenmädchen, das auf der Wiese sitzt und in sich hineinlauscht.
Das ist vielleicht eines der Schlüsselworte, die wir für Lois Irsara benützen müssen wenn wir uns ihm nähern wollen.
Die Stille die spricht.
An und für sich ein Widerspruch. Stille kann nicht sprechen. Aber immer wieder sehen wir „Architekt ciara e ascüta“ also „Architekt schau und horche“. Oder drüben ein Bub der ascuté lausch. Also es geht dem Künstler immer darum die innere Stimme. Auf sie zu horchen und in dieser inneren Stimme scheint mir, spricht eben Gott. Und Gott artikuliert sich für Lois sehr viel in der Natur.
Hauptsächlich Gott Natur und dann der Mensch. Immer wieder sind Gemälde uns vorgestellt die unglaublich Kraft ausdrücken und zu uns sprechen. Man kann in diese Bilder geradezu hineingehen fast vergleichbar den tibetanischen Meditationsbildern, den sogenannten Tankas vor denen die Lamas sich hingesetzt haben, die sie betrachtet haben, bis sie dann selber hineingegangen sind im Geiste. Und so sind eine ganze Reihe dieser Bilder ob es etwa La usc dl rü also die Stimme des Baches oder l’Alton dla Vita, das wäre der Herbst des Lebens oder verschiedene andere herbstliche Bilder z. B. sogar drüben steht Lärchen die aus dem Frühjahrsschnee herausragen mit der Frage und Ausrufezeichen. Wird es so im Paradies sein? Sara insció in paradis?
Ich will sagen, daß Lois Irsara mit diesen Meditationsbildern uns zu Ehrfurcht vor der Natur bewegen will und aus dieser Natur soll der Mensch Kraft schöpfen. Was Lois etwa malt drüben Wein und Brot. Brote Äpfel, das sind nicht Natura morta, morta im Sinne etwa auch des französischen Impressionismus. Es sind alles sprechende Bilder die eben uns hinweisen auf die Güte der Schöpfung, auf die Güte Gottes.
In diesem Sinne entschuldigen Sie dieses Pathos, möchte ich Ihn vergleichen mit einem Botschafter der Freude, der ein Evangelist der arbeitet mit Palette, Farbe und Pinsel.
Und in diesem Sinne ist es ein bewunderswertes Ouvre das Lois Irsara im Lauf dieser vielen Jahrzehnte geschaffen hat. Und wiederum zurückzukommen im Reich der Fanes, in diesem Rundbau vom Architekten Schaf, neben der Hütte, dort ist diese kleine, demütige Maria gemalt wie ein Hirtenmädchen oder wie sie eben im Gadertal im Sommer auf den Bergen das Heu eintun. Und die Kraft dieser kleinen Maria der Königin der Dolomiten, die kommt von innen heraus. Es ist diese Haltung der Demut, die auch charakteristisch ist für Lois.
Es sind bewegende Bilder dabei. Und nocheinmal das Stichwort „Meditationsbilder“ vor denen wir uns hinsetzen können. Und auch die Porträts, die er malt, Menschen aus dem Gadertal, etwa in der anderen Ecke, vier Stück und auch hier, andere, das sind alles Menschen, die auch Botschafter Gottes sind, die auf die innere Stimme gehört haben und sie vielleicht in der Gemeinschaft im Tal mitteilen.
In diesem Sinne wünsche ich dem Lois noch viele Jahre der Schaffenskraft, obwohl manchmal etwas angedeutet ist, antönt, von dieser inneren Stimme aus gesprochen, daß eben l’Alton dla Vita. Mit 80 ist jemand eben auch, nicht am Ende des Lebens, aber im dritten Drittel des Lebens und wir haben das Glück daß er uns noch viel Freude bereitet mit diesen schönen Bildern.
Komplimente Siur Maestro Lois!